Ziemlich spontan habe ich Ende Januar meine Bewerbung für den Businessplan Wettbewerb Schwaben 2019 eingereicht. Und zack! Finale 😀 Beinahe unglaublich. Denn der Wettkampf richtet sich hauptsächlich an Start-Ups im Technologie-Bereich mit hohem Innovationsgrad und großem Wachstumspotenzial. Trotzdem hat’s irgendwie geklappt. Im Finale musste ich nun gegen weitere fünf übrige Teams antreten. Live. Vor einer Jury. Wie es lief? Ich würde sagen: Wie erwartet 😀

Mein Pitch-Termin im Sigma-Techno-Park Augsburg war um 15.50, um 16 Uhr war alles schon wieder vorbei. Zunächst hatte ich drei Minuten lang Zeit, mein Unternehmen bestmöglich in Worten vorzustellen. Dazu wurde ich in einem Raum geführt, in dem 15 Jurymitglieder – Unternehmer, Kapitalsgeber und erfolgreiche Start-Up-Gründer – saßen. Ich stand vor einer Leinwand, auf der hinter meinem Rücken in großen, schwarzen Zahlen, die Zeit ablief. 2.59, 2.58, 2.57,…. Mein 3-Minuten-Pitch lief gut, ich bin meinen Text aber auch mindestens hundertmal vorher durchgegangen 🙂 Als die Zeit um war, hatte die Jury noch weitere fünf Minuten Zeit, mir Fragen zu stellen.

3 Minuten Elevator-Pitch, 5 Minuten Zeit für Fragen

Schön: Bevor der erste Juror die Fragerunde eröffnete, hat er mich erst mal für meine „mitreißende und emotionale“ Präsentation gelobt und einige weitere Anwesende haben zustimmend genickt. Danach prasselten insgesamt knapp zehn Fragen auf mich ein, auf die ich nur teilweise vorbereitet war. Dennoch: Meine Antworten waren ok. Wenn auch inhaltlich sicherlich nicht perfekt, habe ich alle Fragen laut, deutlich, einigermaßen sicher und ehrlich beantworten können. Ich war zufrieden.

Foto: BayStartUp

Allerdings: Der Wettbewerb richtet sich eben vor allen Dingen an Gründerteams aus dem Tech-Bereich, die neue Softwares, Online-Tools oder zum Beispiel Produkte zur Prozessoptimierung in größeren Technologie-Unternehmen programmieren oder herstellen. Mit meiner Dienstleistungs-Agentur im Bereich Landwirtschaft und Online-Marketing bin ich unter den Finalisten komplett aus dem Raster gefallen und konnte in den wichtigen Bereichen Innovationsgrad und Skalierbarkeit des Start-Ups einfach nicht mithalten. Deswegen nur wenig überraschend: Kein Stockerlplatz für Resi.

Auch bei der Prämierung am Abend durfte jeder Gründer noch einmal kurz und knapp sein Unternehmen auf der Bühne vorstellen.

Trotzdem: Viel Lob für Resi

Immerhin: Bei der kleinen Feier nach der Prämierung im Technologiezentrum Augsburg am Abend kamen gleich mehrere Jurymitglieder auf mich zu und lobten mich noch einmal für meine offenbar wirklich sehr gelungenen Präsentation am Nachmittag. Meine positive Energie und meine Redekunst seien großartig, auch für meine Geschäftsidee habe ich nochmal Komplimente bekommen. Es habe bei der Jurysitzung eine längere Diskussion über Resi gegeben und es habe für mich nur knapp nicht für den dritten Platz gereicht. Schade Marmelade.

3 Platz für Bersabee aus Kempten.

Platz 3 ging schließlich jedoch verdient an meine Kumpels von Bersabee, die ich schon seit längerem aus dem Gründerzentrum Kempten kenne. Platz 2 belegte – ebenfalls aus Kempten – Skytala. Heißt also: Geballte Allgäu-Power auf dem Stockerl 🙂 Den ersten Platz sicherte sich wie erwartet Planstack aus Augsburg. Glückwunsch!

Ich wiederum konnte wenigstens mein Netzwerk um einige spannende Kontakte aus der Gründer- und Unternehmerszene erweitern. Und auch der 3-Minuten-Pitch plus Fragerunde war für mich eine coole Erfahrung. Ich bin stolz, dass ich überhaupt bis ins Finale gekommen bin. Für mich ein dankbarer 4. Platz 🙂

Carolin Nuscheler